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Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen schwebt Dennis (13) dem Boden entgegen. Gehalten wird er nur von einem Seil, dass an der großen Kletterpyramide befestigt ist. „Das ist voll cool, das musst Du auch mal machen“ ruft er einer Freundin entgegen.

Dennis ist einer von insgesamt 120 Jugendlichen aus Grafenwald, Feldhausen und Kirchhellen, die in diesem Jahr die Vorbereitung auf die im nächsten Jahr geplante Firmung begonnen haben. Begleitet von einem neu zusammengesetzten Team von Katecheten und Gruppenleitern aus der fusionierten Gemeinde. „Hier wird ein Stück der noch jungen Gesamtgemeinde konkret erlebbar“ freut sich Schwester Martina Küting, die die Gruppe der Firmkatecheten in ihrer ehrenamtlichen Arbeit begleitet.

An verschiedenen über das Jahr verteilten Aktionstagen und thematischen Einheiten kommen die Jugendlichen zusammen. Wesentlicher Teil des neuen Konzeptes ist darüber hinaus, dass die Jugendlichen in kleinen Gruppen in kürzeren Abständen zusammen kommen und an einer Schwerpunktaufgabe arbeiten. Dies erstreckt sich über die Gestaltung eines Cafés für Senioren bis hin zu Gründung einer Musikgruppe, die die Gottesdienste begleiten wird. Zusammen genommen lernen die Jugendlichen so wesentliche Teile der Gemeindearbeit kennen und bringen sich exemplarisch und probehalber darin ein.

„Eine Herausforderung ist es für uns, so viele Jugendliche organisatorisch zu koordinieren. Da sind wir froh im Jugend-Kloster und im Verein Philipp Neri e.V. Partner gefunden zu haben, die uns hierbei etwas unterstützen“ so Anne Grob vom Team der Katecheten.

Dass eine so große Anzahl an Firmbewerbern zusammenkam, hat damit zu tun, dass im letzten Jahr eine Pause eingelegt wurde. „Uns lag daran, das Alter der Firmlinge anzuheben“ so Schwester Martina.

Als Dennis endlich am Boden angekommen ist und nach oben hin zurückschaut, staunt er nicht schlecht. „Und? Fiel Dir die Entscheidung leicht, Dich ins Seil zu setzen und daran nach unten zu gleiten?“ wird er von einem der Klettertrainer gefragt. „Nein“ gibt Dennis zu. „Aber ich bin froh, dass ichs gemacht habe“.

Vielleicht ist dies eine der wesentlichen Punkte im Firmkonzept der Gemeinde St. Johannes. Anne Grob erläutert: „Wir wollen, dass die Jugendlichen eigene Entscheidungen treffen. Quasi ein erwachsen werden – eben auch im Glauben.“  Und sie fügt hinzu: „Beim Einüben und den damit verbundenen Überlegungen geben wir ihnen ganz viel Rückenwind!“