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Die Mehrzahl heutiger Berufe setzen neben einem Anwenderwissen und Kenntnissen in berufsspezifischen Abläufen auf positive Verhaltenseigenschaften im zwischenmenschlichen Bereich.
In der Schule gibt es hierzu jedoch kein „Lernfach“, auch wenn immer wieder an diesen sozial-pädagogischen Fragestellungen gearbeitet wird.
An dieser Stelle setzen die Berufsorientierungsmaßnahmen für SchülerInnen der 8.Klasse an, die wir in Kooperation mit der Hauptschule Kirchhellen und dem Kolping Bildungswerk Essen jährlich mit etwa 50 SchülerInnen durchführen.
Die meisten Übungen, die wir in diesem Programm durchführen, haben mit Begriffen wie Teamwork, Vertrauen, Ideenreichtum, Mut, Aktivität, Engagement, Hilfe, Durchsetzungsfähigkeit usw. zu tun und thematisieren diese explizit. Alle diese direkt in der Übung erlebbaren Softskills versuchen wir zusammen mit den TeilnehmerInnen in den sich anschließenden Reflexionsgesprächen auf das Thema der Berufsorientierungstage zu übersetzen (Transfer):
- Teamwork: was versteckt sich hinter diesem „großen Wort“, wann funktioniert es gut und wozu ist es im beruflichen Umfeld nützlich, im Team zu arbeiten?
- Aktivität und Engagement: wie viel Einsatz und Motivation zeige ich hinsichtlich der Suche nach meinem Arbeitsplatz
- Hilfe: wobei benötige ich Unterstützung, wo suche ich mir Hilfe?
- Vertrauen: wie steht es um mein Vertrauen (zu mir selbst und meinem Umfeld), dass ich einen Ausbildungsplatz / Job finden werde und darin gut zurecht kommen werde? Und: an welchen Stellen im Beruf wird mir Vertrauen geschenkt und von mir erwartet?
- Mut: Wie viel Mut habe ich, z.B. eigene Ideen zu äußern? Wem kann ich Mut zusprechen?
- Generell: was von dem heute Erlernten kann mir hinsichtlich des Übergangs zwischen Schule und Beruf hilfreich sein?
Unsere Haltung dabei ist, die Fähigkeiten und Fertigkeiten der einzelnen SchülerInnen sichtbar werden zu lassen und sie darin zu ermutigen, zu stärken.
In eigener Sache: Die Idee zu diesem Projekt verdanken wir Dieter Kuhfuss, dessen großes Engagement für Jugendliche zwischen Schule und Beruf nicht nur für unseren Verein vorbildlich war.
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